Betroffenenvertretung

Rosenthaler Vorstadt

Bürgervertretung im Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt

Aktuelles

aktualisiert:  11.05.2009

Einladung zur Gründung des
Bürgerforums Rosenthaler Vorstadt

Das Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt ist im Januar 2009 aufgehoben worden. Die Sanierung ist beendet – heißt es.

Obwohl rein äußerlich alles sehr schön zurechtsaniert ist, gibt es noch zahlreiche offene Fragen:

  • Wie werden die Sanierungsziele/-Ergebnisse gesichert?
  • Wie werden die nötigen Grundschul- und Kindergartenplätze geschaffen?
  • Wie wird verhindert, dass durch immer weiter steigende Mieten auch die neu Zugezogenen wieder wegziehen müssen?

Auch nach dem Abschluss der öffentlichen Förderung gibt es eine Verantwortung der Stadt für das ehemalige Sanierungsgebiet.

Wir mischen uns weiter ein und rufen alle auf:

  • Gestalten Sie Ihr Wohnviertel mit!
  • Setzen Sie sich hier für die Lösung von Problemen ein!
  • Übernehmen Sie Verantwortung!

Engagieren Sie sich im Bürgerforum Rosenthaler Vorstadt!

Alle Interessierten sind eingeladen
am 18.Mai 2009 um 20.00 Uhr
Brunnenstraße 145
(Nachbarschaftsladen)

Informationen:
ehem. Betroffenenvertretung Rosenthaler Vorstadt,
Strelitzer Straße 4,
10115 Berlin,
www.rosenthaler-vorstadt.de,
post@rosenthaler-vorstadt.de
 

stadt.plan.mitte
Sanierungszeitung für Mitte

Die aktuelle Ausgabe der Sanierungszeitung bieten
wir auf unseren Seiten zum Download an.
 

Aufhebung des Sanierungsgebietes

Das Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt wurde im Januar 2009 förmlich aus der Sanierung entlassen.

Eine Ausstellung und Veranstaltungen vom 24.4.09 bis 22.5.09 ziehen Bilanz aus 15 Jahren Sanierung.
Mehr dazu unter Termine

Mit der Aufhebung des Sanierungsgebiets endet formal auch die Arbeit der Betroffenenvertretung.
Wir möchten die Bürgerbeteiligung in der Rosenthaler Vorstadt weiterführen als "Bürgerforum Rosenthaler Vorstadt".
Wir laden Sie ein, mit uns das Bürgerforum zu gründen, denn
"Demokratie lebt vom Mitmachen"
siehe Termine

Unser Engagement bezieht sich auf das erweiterte Gebiet Rosenthaler Vorstadt. > Abbildung Karte


Motiv: Einadungskarte Ausstellung zur Aufhebung des Sanierungsgebietes Rosenthaler Vorstadt

Mauergedenken an der Bernauer Straße
Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,
Der bevorstehende Jahrestag der Maueröffnung am 9.November ist für uns Anlass, Sie auf die gegenwärtige Situation und die Planungen zur Bebauung entlang der Bernauer Straße hinzuweisen.
„Die Bernauer Straße ist ein Ort von großer historischer Aussagekraft und von zugleich hoher symbolischer Bedeutung im Kontext der Berliner Mauer, der deutsch-deutschen Teilung und der internationalen Systemkonkurrenz.“
So heißt es im Gesamtkonzept des Senats zur Erinnerung an die Berliner Mauer.
Wir, die Betroffenenvertretung im Sanierungsgebiet Rosenthaler Vorstadt, haben diese Auffassung von Anfang an vertreten und uns stets dafür eingesetzt, dass die Teilung der Stadt an diesem Ort in angemessener Form sichtbar bleibt.
Der „erweiterte Bereich Brunnenstraße bis Mauerpark“ wird gegenwärtig dem Anspruch des Konzepts keinesfalls gerecht, sondern verspottet ihn. Der Anblick lässt nicht nur Besucher der Stadt ratlos umherirren, sondern ist auch für uns als Anwohner ein Ärgernis.
Der Verkaufspavillon für ein Immobilienprojekt an der Schwedter Straße verdeckt nicht nur die Informationstafeln zum Mauerbau, sondern ist für diesen Ort ebenso unangemessen wie die sich anschließenden Nutzungen von Flohmarkt bis Automarkt. (s. Fotos 1, 2 )
Westlich der Swinemünder Straße wurde der Postenweg durch eine Baumaßnahme zerstört und in der Schönholzer Straße sind die noch erhaltenen Reste der Grenzsicherungsanlagen (kniehohe rot-weiße Sperrgebietsmarkierung) nicht gesichert worden (s. Foto 3).
Das Mauerkonzept postuliert, „den Verlauf und die durchgängige Begehbarkeit des Kolonnenwegs [zu] sichern“. Der noch nicht festgesetzte Bebauungsplan I-40 sieht dafür an einigen Stellen lediglich eine Breite von fünf Metern vor. Die angestrebte Freihaltung des Postenweges wird mit so einem schmalen Streifen und der derzeit zulässigen Höhe der benachbarten Gebäude nicht nachvollziehbar. Östlich und westlich der Ruppiner Straße werden im ehemaligen Grenzstreifen zurzeit einige Grundstücke bebaut. Dabei wird schon jetzt deutlich, dass der Postenweg zum Tunnel wird oder mit Zäunen rechts und links wie der Zugang zu einem Raubtierkäfig. Hier ist offenkundig, dass der Plan dringend einer Nachbesserung bedarf. (s. Fotos 4, 5)
Sehr geehrter Herr Wowereit,
bitte setzen Sie sich dafür ein,
- dass alle noch vorhandenen „authentischen Reste der Grenzsicherungsanlagen… erhalten“ werden;
- dass der Bebauungsplan so überarbeitet wird, dass er dem Gesamtkonzept gerecht wird;
- dass umgehend eine Veränderungssperre erlassen wird;
- dass für dieses Gebiet bis für öffentlichen Auslegung des B-Plans keine Baugenehmigungen erteilt werden;
- dass die derzeitigen Zwischennutzungen verschwinden.
Wir erwarten, dass auch in diesem Abschnitt entlang der Bernauer Straße alles getan wird, die „historische Aussagekraft“ nicht weiter zu zerstören, um „den Gesamtzusammenhang Bernauer Straße vom Nordbahnhof bis zur Oderberger Straße/ Mauerpark… für den Besucher deutlicher erfassbar zu machen“.
Mit freundlichen Grüßen

Rita Keil
Lutz Mauersberger

Betroffenenvertretung Rosenthaler Vorstadt


Anmerkung:
Die Zitate sind aus dem „Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer: Dokumentation, Information und Gedenken“, Kapitel 2.1.1.


Bilder im Anhang des
offenen Briefes an den
Regierenden Bügermeister
der Stadt Berlin, Herrn Wowereit:

images/foto_1_flohmarkt_mauerstreifen_kl.jpg
images/foto_2_automarkt_kl.jpg
images/foto_3_schoenholzer_str_reste_grenzbefstigungsanlage_kl.jpg
images/foto_4_eine_collage_kl.jpg
images/foto_5_postenweg_ruppiner_zur_swinemuender_kl.jpg

Gehwegerneuerung und Kreuzungsumbauten
in der Anklamer Straße

Für die Anklamer Straße zwischen Brunnenstraße und Arkonaplatz hat das Bezirksamt Mitte die Erneuerung der Gehwege und Kreuzungsumbauten beauftragt.
Was soll gebaut werden?
Reparatur schadhafter Gehwege, Kantensteine und Baumscheiben, Errichtung von Gehwegvorstreckungen in Kreuzungsbereichen, Erneuerung der Straßenbeleuchtung, Nachpflanzung von Bäumen, Einbau von Fahrradbügeln, Unterbrechung der Ruppiner Straße an der Grundschule am Arkonaplatz.
Die Maßnahmen haben im Herbst 2008 begonnen
und sollen 2009 abgeschlossen werden.

images/FlyerAnklamer.bmp

Elterninitiative Kiezschule

Die Initiative richtet sich an alle Eltern mit Kindern im schulpflichtigen oder demnächst schulpflichtigen Alter, die mit der momentanen Situation der Platzvergabe (z.B. Nichtberücksichtigung der Geschwisterkinder) und den derzeitigen Einzugsgebieten nicht einverstanden sind.
Die Schulverwaltung hat die Einrichtung einer neuen Schule am Koppenplatz bestätigt. Sie startete im Schuljahr 2008/2009 mit zwei ersten Klassen als Filialschule der Kastanienbaumschule.
Mehr Infos und Dokumente zum runterladen unter: Yahoo-Mailingliste

Treff Elterninitiative
Aktuelles für die Elterninitiative bitte unter Termine nachsehen!


Kahlschlag in Mitte
Der innere Stadtring wird weiter ausgebaut
- an der Invalidenstraße stehen 144 Bäume im Weg

Berliner Zeitung, 26.01.2008
von Peter Neumann

Mehr als 80 Jahre steht der Lederhülsenbaum schon im Vorgarten des Naturkundemuseums. Doch obwohl das Gehölz mit seinen langen ledrigen Samenbehältern als Naturdenkmal geschützt ist, droht ihm die Säge - wie auch vielen weniger exotischen Bäumen an der Invalidenstraße in Mitte. 144 Bäume müssen gefällt werden, wenn der Senat von 2009 bis 2011 die Fahrbahn verbreitert und eine Straßenbahn zum Hauptbahnhof baut. Das geht aus den im Bezirksamt ausgelegten Genehmigungsunterlagen hervor. Während der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) den Ausbau befürwortet, lehnen Anwohner dies ab. "Wir werden klagen - durch alle Instanzen hindurch", sagt Carl Loyal vom Hotel "Honigmond".

Der Senat sieht gute Gründe für das Projekt. Wenn die Invalidenstraße zu einem Teil des inneren Straßenrings ausgebaut wird und auf ganzer Länge zwei Spuren pro Richtung erhält, wird der Verkehr gebündelt - was Wohngebiete entlastet. 15 neue Ampeln, an denen Fußgänger sicher kreuzen können, sind geplant. Radler bekommen 1,50 Meter breite Fahrspuren.

Nicht zu vergessen die Straßenbahn: Auf der Neubaustrecke werden Züge der Linien M6, M8 und M10 den Berliner Osten mit dem Hauptbahnhof verbinden. Pro Tag erwarten die Planer 13 500 Fahrgäste - bis zu 9 000 mehr, als wenn weiter nur Busse fahren würden.

Ein Umweltprojekt also? Dem widersprechen die Kritiker. "Richtung Hauptbahnhof muss sich die Straßenbahn bis zur Sandkrugbrücke ihren Gleisbereich mit den Autos teilen. Sie wird in den Stau geschickt", sagte Martin Schlegel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Straßenverbreiterung führe dazu, dass die Belastung mit Lärm und Feinstaub künftig "noch unerträglicher" sein wird. Bislang rollen werktäglich im Durchschnitt rund 30 900 Kraftfahrzeuge über die Sandkrugbrücke - künftig werden es 39 500 sein, erwartet der Senat.

"Klagen werden gute Erfolgschancen haben, weil die EU-Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden", sagte Schlegel. Mindestens ein Dutzend Eigentümer stehe dafür bereit, berichtete Loyal.

Vor dem "Honigmond" und einem Seniorenwohnheim mit 163 Wohnplätzen entsteht eine große Kreuzung, in die der Verkehrsstrom aus der Bernauer Straße mündet. "Dann kann ich mein Hotel schließen", sagte Loyal. Er wolle Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) auch strafrechtlich belangen: wegen Körperverletzung und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Denn der Senat habe die Sanierung des Hotel- und des Heimgebäudes, die nun an Wert verlieren, gefördert.

In den Unterlagen gestehen die Planer eine "hohe Belastungsintensität des Klimas und der Lufthygiene" ein. So werde vor dem Gebäude der Humboldt-Universität, dem Museum für Naturkunde und dem Bundesbauministerium das Stadtbild stark beeinträchtigt. Weil die Fahrbahn dort um rund vier auf 15 Meter verbreitert wird, muss ein Großteil der Vorgärten verschwinden. Zusätzlich zu den 144 Bäumen, die dem gesamten Projekt zum Opfer fallen, stehen bei 48 Bäumen Kronen- und Wurzelschnitte an, damit sie beim Bau nicht im Weg stehen. Später werden 67 Linden als Straßenbäume neu gepflanzt, doch dies werde die Eingriffe dort nicht ausgleichen können. Die übrigen Ersatzpflanzungen, rund 800 Bäume, konzentrieren sich auf den Sellerpark, der rund 1,5 Kilometer entfernt liegt.

Anwohner-Forderungen, den Autos nur eine Fahrspur pro Richtung und der Bahn durchgehend ein eigenes Gleisbett zu geben, lehnte Junge-Reyer ab: "Dann stünden die Autos im Stau." Sie sieht die Klagedrohung gelassen. "Wir haben alle Interessen sorgfältig abgewogen. Das war angesichts des schmalen Querschnitts nicht immer einfach. Die Straßenbahn wird von 2011 an fahren."


 

Abriss und Neuanfang

Die Hemingwayschule ist umgezogen, das Schulhaus aus den 70er Jahren wurde abgerissen und es gibt bereits Pläne zur Neugestaltung des Blocks im Zentrum der Rosenthaler Vorstadt. Der Rohbau für die Kita ist fast fertig. Bereits im Jahr 2006 fand eine Bürgerversammlung statt und es gab einen ersten Workshop für Anwohner zur Gestaltung des Areals. mehr...

images/Abbruch.jpg